Formen

Direkt aus dem Kopf aufs Papier: Grammatik und Rechtschreibung sehr wahrscheinlich zum Heulen. Wer Probleme mit sowas hat, sollte sich fern halten.



Es ist wie eine Glut die zu einem lodern wird. Dieses lodern wird zu einem Flächenbrandt - heiß und innig. Doch ersticken tut dies Feuer an dem sinnlosen Handeln, welches jenem Feuer die Nahrung beraubt.

 

Es ist die Liebe von der gesprochen ist; jedoch nicht von dieser hamonischen Liebe, die uns immer wieder in Hollywoodfilmen konstantiert wird. Es handelt sich mehr um eine Liebe, die verbrennt, wenn sie brennt. Der Schmerz jeder Brandtblase dennoch so süchtig macht, wie keine andere Droge. Das jenes mit Elend verbunden ist, steht außer Frage und dennoch entsteht so nicht selten die Leidenschaft, die sich durch das Leiden des Sozialen nährt. Leiden bilden den Charakter und zusammen Leiden kann demnach den Weg bereiten, gemeinsam einen Pfad zu begehen, wo andere bereits getrennt von einander, sich einsam und isoliert vom Partner suchen. Es kommt auf den Versuch an, und gewinnen kann jeder nur, wenn er nicht daran zerbricht sondern wächst. Erst wenn garantiert ist, dass beide, die zusammen Leiden, auch ihr Leiden teilen - wenngleich sie sich gegenseitig das meiste des Leides antun. 

 

Der Anfang liegt in jedem selbst. Ob es zu einem Anfang kommt, hängt ganz speziell von den Menschen ab, die sich in solch ein Gebiet vorwagen: wie verliebt sie wirklich sind, wie sehr sie es ertragen (obgleich ich feststellen musste: viele kennen ihre Grenzen nicht und zerbrechen schlussendlich daran). Der Beginn all dessen, was nicht schön und ästhetisch wirkt, liegt in dem Menschen. Menschen, die nicht vertrauen, die Isolation als ein Mittel des Schutzes verwenden und sich, wie auch andere frech anlügen, zu meinen, sie wären auf ewig glücklich damit. Eine Zeit lang mag das gut gehen, aber eben nicht ewig. Der Mensch - so verdeutlichen es uns Anthropologen immer wieder - ist und bleibt eine soziale Entität.  Die Welt wird nicht kühler, die Gesellschaft - vor allem in den Industriestaaten - immer isolierter. Fernsehen, Spielekonsolen: wer braucht da schon noch wahre, gute soziale Kontakte?

Aber nicht nur dies ist ein Ursprung der Isolation. Die Angst verletzt zu werden, die Angst anderen zu schaden. Alles Aussagen, die man hört, zum einen jedoch als Blödsinn reduziert, jedoch im eigenen Kontext oft nicht anders ausführt. Wer sich isoliert, zugleich aber Anspruch auf Gefühle und Emotionen stellt, kommt in das Dilemma, dass er will, aber nicht geben kann. Das betrifft dann jenen Menschen, der einst offenherzig war, gerne gab, aber zuweil immer mehr diese Isolation annimmt, weil er das Gefühl der Kälte nicht mehr anders verarbeiten kann. Daraus ergibt sich dann jedoch, dass der Mensch, den man - und dazu ist man als isoliertes Wesen fähig; nur nicht bereit es zu leben - liebt, leidet. Er nimmt die Form an. Und, wenn der Bruch kommt? Dann kann man nur hoffen, dass man sich an die guten Zeiten des nicht Isoliert-seins erinnert, sodass man dazu zurückkehren kann. Wenn es jedoch dazu kommt, dass man diese Form annimmt, dann wird der nächste Mensch, der sich unwissentlich ob der Gefahr verliebt und darauf einlässt, quasi, erkranken. Es mag einen scheinbar tollen Effekt haben: Isoliert ist man weniger angreifbar - zumindest kann man sich das einreden. Und so ist es nun fraglich, ob diese Einstellung, diese Übernahme einer Verhaltensweise, nicht etwas ist, dass in der Biologie und in den Kulturwissenschaften mehr und mehr als Meme eingeht. 

Es stellt sich natürlich das Problem, dass daran nichts schönes zu erkennen ist. Schönheit ist nicht immer offensichtlich. Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die in ihrer Isolation leben, die Zuneigung stark genug ist, man jedoch nicht erhält, wonach man verlangt, es aber auch nicht geben kann und somit ein Stillstand erreicht ist; kann es dann nicht passieren, dass eine Person aus der Isolation heraustritt? Das geschieht sicherlich erst nach vielen leidvollen Erfahrungen - diese können die Liebe schmälern - sie gar zu Hass umwandeln - oder eben verstärken. 

Der größte Teil dieser Begebenheiten wird schrecklich schmerzhaft, ohne wesentlichen Erfolg, enden. 

15.11.10 18:27

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